Das Dutzend wird voll: Alpnach persendlich gastiert Ende April wieder in der reformierten Kirche. Gastgeberin Karin Klapproth empfängt den 48-jährigen Chef der Rettungsgruppe Sarneraatal und die 42-jährige Hebamme Susanne Leu. Im Gespräch wird es unter anderem auch stark um Leben und Tod gehen. Beide Gesprächsteilnehmer hätten auch etwas Mystisches und viel aus einem prallen Leben zu erzählen.
Martin Küchler, ein Alpnacher durch und durch, verheiratet und Vater von zwei Buben, hat mit einem Partner zusammen ein Informatikgeschäft. Doch interessant wird er für die Begegnung vor allem mit seiner Passion, für die er an 365 Tagen während 24 Stunden auf Pikett ist: Er ist Rettungschef der Rettungsstation Sarneraatal, einer von 92 Stationen, die der alpinen Rettung Schweiz angehören. Ein sehr breites Spektrum an Berufsleuten arbeitet in dieser Crew mit. Oft sind Küchler und seine Leute mit Tod oder Verletzung und vor allem Unerwartetem konfrontiert. Sie arbeiten eng mit der Rega und der Kantonspolizei zusammen sowie mit dem Militär. Der Job ist nicht gerade ehrenamtlich, aber reich kann man mit diesem Engagement auch nicht werden. Küchler wird unter anderem erzählen, welches Ritual ihm hilft, Erlebnisse zu verarbeiten.

Susanne Leu wird von Karin Klapproth als lebendig, spontan, herzlich und offen geschildert. Sie war früher Arztgehilfin, hat aber gespürt, dass sie sich umfassender einbringen möchte in der Medizin und hat sich zur Hebamme weitergebildet. Sie ist heute frei schaffend in diesem Beruf tätig. Aus diesem Berufsalltag wird es einiges zu erzählen geben. Die aus Rain stammende verheiratete Frau wird von traurigen und erfreulichen Momenten erzählen können, auch davon, wie sich die Medizin immer mehr in die Geburt, früher eine reine Frauensache, einmische. Frauen werde teilweise ihr Gefühl genommen, Geburten müssten planbar sein, Kaiserschnitte und Wunschtermine sind das Thema. In der Freizeit liebt Leu die Natur und das Reisen. Sie wohnt seit drei Jahren in Alpnach.
Der Anlass findet am Sonntag, 28.April 2013, statt. Beginn wie gewohnt 10.30 Uhr (Türöffnung 10.15 Uhr), um 11.30 Uhr gibt’s einen Apéro (Motto: Bärlauch). Der Anlass wird von der Musikschule umrahmt.
Hostettli, 07.04.2013
Alpnacher Blettli 3/2013, Seite 2
Frau Dönni das wäre nicht nötig gewesen.
Hostettli, 07.04.2013
Alpnacher Blettli 3/2013, Seite 2
Frau Dönni das wäre nicht nötig gewesen.
Ruth Ettlin