Ab November hat Alpnach einen neuen Pfarrer: Er heisst Thomas Meli, ist 55 Jahre alt und derzeit noch Pfarrer und Gemeindeleiter in Dübendorf. Die offizielle Wahl ist an der Kirchgemeindeversammlung vom 29. April vorgesehen. Bis zum Stellenantritt wird Generalvikar Martin Kopp der Pfarrei Alpnach weiterhin administrativ vorstehen, wie der Kirchgemeinderat mitteilt.
Die Spatzen pfiffen es von den Dächern bzw. die Pfarrei hatte auf ihrer Internetseite schon seit Tagen spekulieren lassen, warum der Kirchgemeinderat in Festlaune sei. Nun ist der Grund klar: Alpnach erhält im Herbst wieder einen Pfarrer. „Der Kirchgemeindrat Alpnach freut sich auf die Zusammenarbeit mit Thomas Meli. Er ist überzeugt, dass Meli sehr gut in die Pfarrei Alpnach passt und das Vertrauen des Pfarreivolkes gewinnen wird. Thomas Meli ist ein Pfarrer mit ausgezeichneten Referenzen, einem breiten Leistungsausweis und langjähriger Erfahrung“, schreibt der Kirchgemeinderat.
Meli ist in Kloten aufgewachsen und hat in Freiburg, Luzern und Chur Theologie studiert. Er wirkte als Vikar in Horgen (1983-1986) sowie als Pfarrer in Wallisellen (1986 bis 1995) und Ruswil (1995 bis 2006). Seit vier Jahren arbeitet Thomas Meli in Dübendorf, wo er die Pfarreileitung des neu geschaffenen Seelsorgeraumes Dübendorf-Fällanden-Schwerzenbach innehat. Die Seelsorge sei ihm dort zu kurz gekommen, weshalb er sich für den Wechsel in die Innerschweiz entschieden habe. Meli bezeichnet sich selber als liberal-ökumenisch.
Nach dem überraschend schnellen Abgang von Oskar Planzer hatte die Pfarrei die Stelle wieder ausgeschrieben und in engem Kontakt mit Generalvikar Kopp nach einer neuen Lösung gesucht. Planzer war im Oktober 2008 als Nachfolger von Jozef Kuzar nach Alpnach gekommen. kündigte jedoch auf Ende August 2009 schon wieder. Als grund wurden unüberbrückbare Differenzen mit dem Pfarreiteam über die Führung der Pfarrei angegeben. Mehr hat man seither nicht erfahren. Zum dritten Mal innert vier Jahren musste die Pfarrei Alpnach nun nach dem damaligen Wegzug von Pfarrer Daniel Durrer nach Sachseln die Stelle neu besetzen. Planzers Vorgänger hatte die Pfarrei verlassen, weil er Vater wurde. Als er im Herbst 2007 seinen Weggang begründete, sagte er, er habe sich dazu „nach langen Überlegungen und Gespräch mit meinen Vorgesetzten entschieden“.
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Sehr geehrter Kirchgemeinderat, liebe Pfarrei Alpnach
Da kann man Euch nur gratulieren: einen besseren findest Du nicht ….
Uns tut es anderseits natürlich extrem weh, diese kirchliche und menschliche Persönlichkeit nach 4 Jahren schon wieder ziehen lassen zu müssen! Aber er hat viel für unsere Kirchgemeinde getan in dieser kurzen Zeit – offensichtlich war es in gewisser Hinsicht zu viel!
So werdet Ihr die offenbar bitter nötige Konstanz in Euerer Gemeinde mit grösster Sicherheit wieder finden !
Mit herzlichen Grüssen,
Jörg & Claudia Fehr
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