{"id":7357,"date":"2013-06-13T05:30:43","date_gmt":"2013-06-13T03:30:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoried.ch\/?p=7357"},"modified":"2013-06-13T05:30:43","modified_gmt":"2013-06-13T03:30:43","slug":"grossaufmarsch-wegen-asylzentrum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schoried.ch\/wpress4\/?p=7357","title":{"rendered":"Grossaufmarsch wegen Asylzentrum"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7356\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7356\" class=\"size-thumbnail wp-image-7356\" title=\"Asylinfo4\" src=\"http:\/\/schoried.ch\/wpress4\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Asylinfo41-150x84.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"84\" \/><p id=\"caption-attachment-7356\" class=\"wp-caption-text\">Tele 1 vor Ort<\/p><\/div>\n<p>Der Informationsanlass \u00fcber das ab 19. August geplante Asylzentrum Kleine Schliere lockte an die 400 Interessierte an. Nach einer gut einst\u00fcndigen Einf\u00fchrung durch Vertreter von Bund, Kanton und Gemeinde war die Reihe an den Zuh\u00f6rern. Die Fragestunde von knapp zwei Stunden wurde rege benutzt. Kurz vor 23 Uhr endete die Veranstaltung. Im Mittelpunkt der angeregten, teilweise leicht hitzigen Diskussion standen vor allem Fragen der Sicherheit in verschiedenen Nuancen. Auch verschiedene Medien wie Privatradios und Tele 1 waren vor Ort. Den Hauptharst der Information und der Fragerunde bestritt Urs von D\u00e4niken, Projektleiter Asylzentren beim Bundesamt f\u00fcr Migration.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die interessanteste Information des Abends hatte Korporationspr\u00e4sident Walter Hug bereit: In der Vereinbarung mit dem Bund, die erst einige Tage alt ist, sei man \u00fcbereingekommen, dass der Bund nach Ablauf der sechs Monate des geplanten Asylzentrums fr\u00fchstens in f\u00fcnf Jahren wieder bei der Korporation vorstellig werden k\u00f6nne. Von D\u00e4niken best\u00e4tigte diese Information und sagte im Verlauf des Abends auf eine entsprechende Frage, er schliesse dazu &#8222;jede Wette mit jedem Einsatz&#8220; ab, dass sich der Bund daran halte. Gemeindepr\u00e4sidentin Kathrin D\u00f6nni bekr\u00e4ftigte, dass diese Vereinbarung auch nicht einseitig k\u00fcndbar sei.<\/p>\n<p>Von D\u00e4niken betonte auch, die Gemeinde habe hart verhandelt, und der Bund habe in den meisten Punkten am Schluss den Standpunkt der Gemeinde \u00fcbernommen. Er konterte damit Vorw\u00fcrfe aus dem Saal, die Gemeinde habe sich zu wenig gewehrt. Vor allem in Sachen Alternativvariante mit einer Containersiedlung auf dem Flugplatz h\u00e4tten sich Kanton und Gemeinde mehr einsetzen m\u00fcssen, hiess es etwa von der Begleitgruppe. Von dieser kam auch der Vorwurf, man sei zu wenig, zu sp\u00e4t beziehungsweise zu wenig verbindlich eingebunden gewesen in die ganzen Verhandlungen. Man sei auch &#8222;sehr entt\u00e4uscht von der st\u00fcmperhaften Vorbereitung durch das VBS, welches nicht realisiert habe, dass Grund und Boden der Korporation geh\u00f6rten&#8220;, sagte Gregor Duss. Er insistierte auch in Sachen Hochwasserproblematik, warte doch im Lauf der Oberen Schliere &#8222;eine massive Geschiebemenge&#8220;. Peter Lienert vom zust\u00e4ndigen Amt f\u00fcr Wald beim Kanton betonte, man wisse darum und habe den Bund auch darauf aufmerksam gemacht und von ihm entsprechend auch sehr fr\u00fch schon ein Alarmdispositiv verlangt. Ein solches liege heute auch vor, wurde an der Infoveranstaltung betont.<\/p>\n<dl id=\"attachment_7353\">\n<dt><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Asylinfo1\" src=\"http:\/\/schoried.ch\/wpress4\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Asylinfo11.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"364\" \/><\/dt>\n<\/dl>\n<p>Zu reden gaben verschiedene Detailfragen zur Sicherheit, Kritik gabs an der Politik des Bundes im Asylwesen, am Asylgesetz, welches gerade solche Hauruck\u00fcbungen wie in Alpnach erlaube. Applaus gab es f\u00fcr beide Seiten, f\u00fcr die kritischen Stimmen mehr als f\u00fcr die anderen. Beherzt f\u00fcr eine besonnene Gangart sprach sich alt Regierungsrat Hans Matter aus, der sich selber als Ur-Hostettler bezeichnete. Das Hostettli gilt gem\u00e4ss Sicherheitsdispositiv des Bundes als Tabuzone f\u00fcr die Bewohner des Zentrums. Auch Urs Waldisp\u00fchl, der in Emmen in einem Asylzentrum arbeitet, versuchte zu beruhigen: &#8222;Das ist nicht Pest und Cholera, seid ein bisschen zuversichtlich.&#8220; In der Sprengi seien hinter und vor dem Zentrum Sonnehof Kinder am Spielen, er arbeite dort nachts allein, das funktioniere.<\/p>\n<p><strong>Wie sch\u00fctzen Bauern ihre F rauen?<\/strong><\/p>\n<p>Was sollen Bauern machen, wenn Asylbewerber sich f\u00fcr ihren Stall interessieren, reinschauen, und sp\u00e4ter am Abend zur\u00fcckkommen und etwas stehlen? Oder wenn die Frau dann Angst habe und nicht mehr alleine schlafen wolle? Was ist bei einer Massenschl\u00e4gerei? Kommt die Polizei dann schnell und in gen\u00fcgender Zahl? Was geschieht mit den Bewohnern, wenn ihr Gesuch angenommen wird und sie Asyl erhalten? Bleiben sie dann? M\u00fcssen deren Kinder eingeschult werden, auf Kosten der Gemeinde gar? Solche und \u00e4hnliche Fragen zeigten eine grosse Unsicherheit in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Polizeikommandant Stefan K\u00fcchler riet allen, sie sollten sich unbedingt und auch schnell melden, wenn sie Verd\u00e4chtiges beobachten oder sich unsicher f\u00fchlten. Die Polizei werde ab August vermehrt patrouillieren, in Zivil und in Uniform. Auch die Securitas, die unter Leitung des Alpnachers Lukas Oberholzer steht, wird laufend unterwegs sein, und man werde sich nicht nur auf die Sperrzonen konzentrieren, sondern das ganze Dorf im Auge behalten. Klare Sperrzonen sind f\u00fcr die Bewohner des Zentrums laut von D\u00e4niken das Hostettli, der Wald oberhalb der Br\u00fcnigstrasse, die Umgebung des Forsthofs und des Alterszentrums sowie der Schul- und Sportanlagen.<\/p>\n<p>Die Bewohner werden registriert, wenn sie das Zentrum verlassen. Abends um 17 Uhr ist Schluss bis am Morgen um 8 Uhr. Am Wochenende k\u00f6nnen sich am Freitag ab 9 bis am Sonntag um 17 Uhr frei bewegen. Doch alle w\u00fcssten, so von D\u00e4niken, dass sie jedes Recht auf Asyl verlieren, falls sie untertauchen beziehungsweise nicht rechtzeitig zur\u00fcckkehren w\u00fcrden. Im Zentrum gilt ein Rauch- und Alkoholverbot, die Handys werden abgenommen bis zur Abreise aus dem Lager. Ihre SIM-Karte d\u00fcrfen sie behalten und bekommen f\u00fcr dringende Anrufe ein neutrales Handy zur Verf\u00fcgung gestellt. Man wolle auf diese Weise Netzwerke verhindern, so von D\u00e4niken.<\/p>\n<p>Es sei die Idee des Bundes, dass die Eink\u00e4ufe f\u00fcr die t\u00e4gliche Verpflegung der Bewohner im Dorf erfolgten. Wirte oder andere seien eingeladen, sich zu melden, falls sie daran Interesse h\u00e4tten, wurde seitens des Bundes und der Gemeinde gesagt. Anderweitig profitiert die Gemeinde finanziell nicht. Die Korporation erh\u00e4lt weiterhin den vom Bund geschuldeten Baurechtszins. Eingeschult werden die Kinder nicht, da die meisten Bewohner ja, weil sie auf ihren Entscheid warten, ohnehin nur vier bis sechs Wochen hier sein d\u00fcrften. Der Bund rechnet mit maximal 100 Personen gleichzeitig, im Endeffekt d\u00fcrften es aber zwischen 80 und 90 als Regel sein. Auf die Frage nach der Einsatzbereitschaft der Polizei sagte Kommandant K\u00fcchler, sollte es zu einem gr\u00f6sseren Zwischenfall kommen, k\u00f6nne man auf die Nachbarhilfe der \u00fcbrigen Zentralschweizer Korps zur\u00fcckgreifen. Das sei so abgesprochen. Der Bund versprach, man werde, falls n\u00f6tig, auch die Sperrzonen f\u00fcr die Bewohner ausdehnen. Es war unter anderem kritisiert worden, dass der Neugrund nicht auch tabu sei.<\/p>\n<p>Kurz ein Thema war die Frage, warum Radio- und Fernsehleute nicht filmen oder Tonaufnahmen machen durften. Gemeindepr\u00e4sidentin Kathrin D\u00f6nni betonte, man habe hier eine Empfehlung des Bundes \u00fcbernommen, weil man sie als richtig erachtet habe. &#8222;Es gab seitens der Medien keine R\u00fcckmeldung, dass das un\u00fcblich w\u00e4re, so dass wir keine Veranlassung hatten, daran etwas zu \u00e4ndern.&#8220; Die Massnahme wurde so dargestellt, dass es zum Schutz der Anwesenden sei, die eventuell nicht im Radio oder TV zu h\u00f6ren\/sehen sein m\u00f6chten. Selbstverst\u00e4ndlich sei es jedem \u00fcberlassen, sich nach der Veranstaltung gegen\u00fcber den Medien zu \u00e4ussern.<\/p>\n<div id=\"attachment_7355\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7355\" class=\"size-full wp-image-7355\" title=\"Asylinfo3\" src=\"http:\/\/schoried.ch\/wpress4\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Asylinfo31.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/schoried.ch\/wpress4\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Asylinfo31.jpg 500w, https:\/\/schoried.ch\/wpress4\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Asylinfo31-300x174.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-7355\" class=\"wp-caption-text\">Lagebesprechung der Beteiligten kurz vor Beginn des Anlasses<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_7354\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7354\" class=\"size-full wp-image-7354\" title=\"Asylinfo2\" src=\"http:\/\/schoried.ch\/wpress4\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Asylinfo21.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/schoried.ch\/wpress4\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Asylinfo21.jpg 500w, https:\/\/schoried.ch\/wpress4\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Asylinfo21-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-7354\" class=\"wp-caption-text\">Korporationspr\u00e4sident Walter Hug (rechts)<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Informationsanlass \u00fcber das ab 19. 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