Kleineres Defizit auch dank weniger Winterdienst

Winterdienst soll eingeschränkt werden

Winterdienst soll eingeschränkt werden

Der Gemeinderat hat die Eckwerte des überarbeiteten Budgets veröffentlicht, welches am 27. April dem Volk vorgelegt wird. Er will gleichzeitig über vier Angebote der Gemeinde, darunter die Bibliothek, abstimmen lassen => Bericht dazu. Das neue Budget weist nur mehr ein Defizit von einer halben Million Franken auf. Nach wie vor ist er der Meinung, dass nicht nur gespart werden kann, sondern auch auf der Ertragsseite reagiert werden müsse, konkret erachtet er weiterhin eine Steuererhöhung als nötig.

An seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat das Budget für das laufende Jahr verabschiedet. Es weist noch einen Aufwandüberschuss von 0,5 Millionen auf. “Unter Berücksichtigung der effektiven Ausgangslage der ersten Version mit einem Defizit von Fr. 2,1 Mio. (Mindereinahmen durch Ablehnung Steuererhöhung) erscheint die Verbesserung um Fr. 1,6 Mio. auf den ersten Blick sehr erfreulich”, schreibt der Gemeinderat. Doch der Schein trüge: Der Grund liege vor allem darin, dass man nach drei Monaten des laufenden Jahres genauer budgetieren könne, da definitive Zahlen aus dem Vorjahr vorlägen. ” So konnte im Bereich Sondersteuern auf um 0,6 Millionen höhere Erträge des Vorjahres abgestützt werden.” Ferner bringe die Neuberechnung der Steuerkraft weitere 0,75 Millionen. Die weiteren möglichen Kürzungen seien netto mit 250’000 Franken “nur gering” ausgefallen.

Die finanzielle Situation habe sich aber nicht “grundlegend verbessert”. Das Sparpotenzial genüge nach wie vor nicht für ein Gleichgewicht der Finanzen. “Aus eigener Kraft konnten Kürzungen von knapp Fr. 0,5 Mio. vorgenommen werden, hauptsächlich in den Bereichen Bildung und Unterhalt.” Und Sparmassnahmen beim Unterhalt bedeuteten nur ein Aufschieben. ” Weiter besteht die Gefahr, dass die Gemeinde durch die Aufhebung von wertvollen Angeboten mit nur geringem Spareffekt letztlich deutlich an Attraktivität verliert. Es braucht Massnahmen auf der Einnahmenseite, damit die Gemeinde ihre gesetzlichen Aufgaben erfüllen kann, ohne sich weiter massiv zu verschulden. Um nicht den nachfolgenden Generationen eine solche Hypothek aufzubürden, ist aus Sicht des Gemeinderats eine Steuererhöhung unumgänglich”, heisst es weiter.

In eigener Kompetenz hat der Gemeinderat an folgenden Orten beschlossen weniger auszugeben:

  • Reduktion bei Pflege und Unterhalt der Schule: 40’000 Franken
  • Einschränkungen Unterhalt Wasserbau: 20’000 Franken
  • Weniger Beiträge an die Vereine: 10’000 Franken
  • Zusammenlegung Schulklassen: 150’000 Franken
  • Einschränkung Verwaltungsaufgaben: 10’000 Franken
  • Einschränkung Winterdienst und Unterhalt: 250’000 Franken

 

>> Gleichzeitig vier andere Abstimmungen

 

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