Finanzchef bringt Budget mit kleinerem Defizit

Budgetschere

Im Januar hat das Volk das Budget fürs laufende Jahr abgelehnt. Nun legt der Gemeinderat einen überarbeiteten Entwurf vor. Finanzchef Thomas Küchler (Bild) präsentierte ihn am Mittwoch zuhanden der nächsten Abstimmung, die am 28. April an der Urne stattfindet. Das Defizit ist zwar geblieben, aber es ist um gut eine halbe Million Franken kleiner geworden. Statt 1,45 beträgt es nun noch 0,95 Millionen Franken. Ein besseres Budget sei in der kurzen Zeit, die dem Gemeinderat zur Verfügung gestanden habe, nicht möglich gewesen, sagte Küchler, obwohl man in allen Departementen den Rotstift angesetzt habe,

Vor allem spart der Gemeinderat bei den Investitionen: Nicht weniger als 2,8 Millionen Franken sind hier gestrichen worden. Darunter fielen auch das umstrittene geplante Tempo 30 sowie Ausbau und Sanierung der Eichistrasse samt Rad- und Fussweg. Ferner wurde im Bereich Wasserbau und Kanalisation an diversen Posten korrigiert. In der Erfolgsrechnung (Laufende Rechnung) wurden Einsparungen von 507’000 Franken vorgenommen. Man will bei Büromaterial und -mobiliar sparen, durch den Verzicht auf eine Neuzuzügerbegrüssung und den Alpnachertag 2013, es sollen weniger kulturelle Veranstaltungen durchgeführt werden – auch der Kredit für Alpnach persendlich wurde gekürzt – und man will Material und Gerätschaften erst nach Defekt ersetzen. Ferner wird das Budget auch dadurch entlastet, dass es wegen des fehlenden Budgets Verzögerungen gab. Schliesslich zeigte der späte Budgetprozess auch auf, dass eine Lehrstelle weniger nötig ist, weil dank weniger Schülern ab 2013 Klassen zusammengelegt werden können. Das habe sich im Herbst noch nicht abgezeichnet. Diese Einsparung falle allerdings nur ein halbes Jahr an.

Man habe derzeit den Fokus “bewusst auf kurzfristig möglichen Verzicht und ein zeitliches Verschieben von Aufgaben gelegt”, schreibt der Gemeinderat im Entwurf zur Abstimmungsbotschaft. “Eine nachhaltige Stabilisierung erfordert Zeit.” Man müsse die Auswirkungen auf die Bevölkerung genau abschätzen. Im Rahmen des Budgetprozesses 2014 plane man jedoch eine Massnahmen- und Verzichtsplanung, “welche künftig wie der Aufgaben- und Finanzplan jedes Jahr im Budgetprozess zur Überarbeitung gelangen wird.” Bei allen Sparmassnahmen dürfe man nicht vergessen, zu fragen, wie attraktiv die Gemeinde dadurch noch bleibe, welche Konsequenzen allfällige Personalentscheid und ein Investitionsstopp hätten. Die Finanzkommission der Gemeinde schreibt dazu: “Kurzfristiger Verzicht und damit Kosteneinsparungen dürfen zudem nicht dazu führen, dass in Zukunft höhere Kosten entstehend. Bei einer Verzichtsplanung ist unbedingt darauf zu achten.”

>> Bericht über das Nein des Volkes im Januar

 

 

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