Die Gemeindeversammlung endet süss

Nur gerade eine Stunde dauerte die Gemeindeversammlung von Alpnach. Dies genügte, um allen Geschäften diskussionslos zuzustimmen und noch ein paar aktuelle Informationen durch den Gemeindepräsidenten zu bekommen. Themen seiner Informationen waren unter anderem Tempo 30, blaue Zone, Spielplatz Schulhauswald und A8-Vollanschluss. Zum Schluss gab es für die gut 80 anwesenden Stimmberechtigten eine kleine süsse Überraschung.

Das Budget 2012 wurde diskussionslos gutgeheissen. Finanzchef Thomas Küchler sagte, er hoffe, dass im März die neue Ortstafel, für welche 12’000 Franken budgetiert sind, stehe. “Aber nehmen Sie mich nicht beim Wort.* Man warte täglich auf die noch hängige Zusage eines Grundeigentümers. Im Zusammenhang mit der Sonderfinanzierung, vor allem im Bereich Abwasser, sagte er, man wolle wegen der angespannten Lage erst nach Einsparungsmöglichkeiten suchen, “bevor wir uns eine Gebührenerhöhung überlegen.” Zum Thema Tempo 30 war der Gemeinderat an der öffentlichen Informationsversammlung die Erklärung schuldig geblieben, warum man im Budget 502’000 Franken vorgesehen hat, dann aber von zirka 100’000 Franken sprach. Küchler sagte dazu, der Budgetbetrag sei eine Annahme im vergangenen August gewesen aufgrund erster Schätzungen, mittlerweile kenne man zwar die genaue Summe auch noch nicht genau, aber sie sei auf jeden Fall “bedeutend tiefer.”

Auch die Bestätigungswahl von Gemeindeweibel Bruno Betschart erfolgte ohne Wortmeldung. Schliesslich wurden sechs Einbürgerungsgesuche mit 14 Personen genehmigt beziehungsweise dagegen waren keine Einsprachen eingegangen. Gemeindepräsident Michael Siegrist gab bekannt, dass aktuell noch 16 Gesuche hängig seien.

Die süsse Überraschung am Schluss

Die Versammlung war nach einer Stunde fertig. Beim Verlassen des Saales bekamen die Anwesenden eine kleine Schoggi mit der Aufschrift “Alpnach – gute Aussichten” geschenkt – und bei einem Glas Glühwein konnte noch weiter diskutiert werden.

Eingangs der Gemeindeversammlung hatte Präsident Michael Siegrist über diverse aktuelle Themen informiert. So sagte er, der Gemeinderat treibe trotz abgelehnter Erhöhung der Anzahl Ratsmitglieder die Organisationsentwicklung fort. Man wolle damit auch nicht warten bis nach den Wahlen 2012, weil sich das Vorhaben bis zur Einarbeitung des neuen Rates erneut verzögern würde, man habe aber ein Interesse daran, schnell optimale Abläufe zu haben. Der Gemeinderat ziehe dazu auch einen auswärtigen Experten bei.

Zum Thema Ortsplanung sagte er, es liege ein Vorschlag vor, wo neues Land eingezont werden könnte. Allerdings müsse man noch mit den Grundeigentümern darüber verhandeln. Dies sollte bis Anfang 2012 erfolgen.

Im Zusammenhang mit dem Verkehrsplan/Parkblatzbewirtschaftung sagte Siegrist, man wolle im Zusammenhang mit der Einführung weiterer blauer Zonen verhindern, dass die Autofahrer auf private Parkplätze beispielsweise von Geschäften ausweichen. Man habe darum im Sinn, diese privaten Plätze ins Regime der blauen Zone einzubeziehen und habe auch schon erste Gespräche mit den Betroffenen geführt, wobei man auf gutes Echo gestossen sei.

Zum A8-Vollanschluss liegt laut Siegrist bereits ein generelles Projekt vor. Vorgesehen sei auch, auf der Kreuzung Hofmätteli-/Industriestrasse einen Kreisel zu erstellen. Weitere Entscheide seien in der ersten Hälfte 2012 zu erwarten, zuvor aber müsse man noch Landerwerbsverhandlungen mit den Anwohnern führen.

Damit das Label Energiestadt nicht vergessen gehe, habe der Gemeinderat den Einsatz einer Energiekommission beschlossen, welche dieses Thema hüten soll.

Das Projekt Spielplatz Schulhauswald habe sich verzögert, unter anderem, weil dort Hochwasser-Gefahrengebiet sei. Inzwischen aber seien die Ausschreibungen vergeben oder in Vorbereitung. “Rechtzeitig auf die neue Barfuss-Saison im Frühling” werde man den Spielplatz neu eröffnen.

Und schliesslich sagte Michael Siegrist zum Thema Kleine Schliere/Hochwasser-Überlastkorridor, dass das beim Kanton eingereichte Vorprojekt nun beim Bund liege. Dieser werde noch Modellversuche verlangen, die Arbeiten und die Verhandlungen mit den betroffenen Landeigentümern könnten nun aber parallel dazu vorangetrieben werden. “Wir sollen im Herbst 2013 mit den Bauarbeiten beginnen können”, sagte Siegrist.

>> Mehr zum Budget der Gemeinde

 

 

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