Grosse Freude über A8-Entscheid aus Bern

Autobahn A8 in Richtung Luzern.

Der Bund (Bundesamt für Strassen) ist grundsätzlich mit dem Bau eines A8-Vollanschlusses in Alpnach einverstanden. Das teilte der Kanton am Donnerstag mit. Es wird mit Kosten von mindestens sechs Millionen Franken gerechnet. Deren Aufteilung ist noch offen. Gemeindepräsident Michael Siegrist zeigte sich an der Gemeindeversammlung vom Donnerstag erfreut über die neuste Entwicklung. Doch der von Kanton und Gemeinde schon jahrelang geäusserte Wunsch wird auch seinen Preis haben. (Aktualisierte Fassung nach Gemeindeversammlung)

Der Bund geht gemäss Mitteilung des Kantons davon aus, dass er die Federführung für die Projektierung dem Kanton abtreten kann. Zwar sei der Vollanschluss  Teil des Nationalstrassennetzes, sein Bau sei jedoch primär im Interesse von Kanton und Gemeinde. Darum sollen auch die Kosten “grundsätzlich” zulasten der Gemeinde Alpnach und des Kantons gehen. Ein Verteilschlüssel ist noch auszuhandeln. Man strebe an, den Vollanschluss innert drei bis fünf Jahren zu realisieren, heisst es weiter in der Mitteilung.
An der Gemeindeversammlung sagte Gemeindepräsident Siegrist, er wolle die Freude über den Anschluss nicht mit Informationen über dessen Finanzierung trüben. Er sagte diplomatisch: “Der Bund hält sich eher zurück.” Konkret wurde später Finanzchef Thomas Küchler: Bei der Präsentation der Finanzaussichten bis 2016 gab er bekannt, dass man mal 2,5 Millionen Franken für den Vollanschluss in den Finanzplan aufgenommen habe.
Siegrist erklärte, im Sommer habe am Sitz des Bundesamtes für Strassen eine Sitzung mit dem Amts-Direktor sowie Baudirektor Paul Federer und dem Obwaldner Kantonsingenieur stattgefunden. An dieser konnten Gemeinde und Kanton ihre Argumente für den Vollanschluss nochmal ausführlich darlegen. Der Bund habe damals versprochen, das Anliegen nochmals anzuschauen und bis im Herbst einen Entscheid bekannt zu geben. Dieser ist nun eingetroffen, wie Siegrist gestern bekannt gab. Zum Entscheid sagte er: “Wir freuen uns sehr.” Endlich gehe es nun vorwärts.

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