Traumwetter für Älpler und ihre Präsidentin

Bei schönstem Wetter fand am Samstag in Schoried die diesjährige Älplerchilbi statt. Kein Wunder, war der Aufmarsch der Besucher zu den Sprüchen am Nachmittag bei der Kapelle sehr gross. Die Schorieder Älplerchilbi 2010 wird aber nicht nur wegen des sensationellen Herbstwetters in die Geschichte eingehen: Erstmals wurde sie auch von einer Älplerpräsidentin geleitet. Mit der Älplerchilbi in Schoried ist der diesjährige Reigen dieser Anlässe in Obwalden zu Ende.

(Ab sofort online: Erweiterter Bericht mit Diaschau und 10-Minuten-Film mit Sprüchen!)

Älplerpräsidentin mit ihrem Mann

Die Gesellschaft beim Fototermin

Fahnenschwinger am Werk

Für Trachtennachwuchs ist gesorgt

Grossaufmarsch zu den Sprüchen

Lisbeth Niederberger strahlte kurz vor Mittag: Einen schöneren Tag mit besserem Wetter könnte man sich an der Spitze eines solchen Anlasses nicht vorstellen, sagte sie. Ihre Präsidentschaft war eine Premiere an der Schorieder Älplerchilbi. Erstmals stand nicht ein Mann dem Anlass vor. Schoried sei eben emanzipiert, wie Bundesbern: Dort hätten ja inzwischen auch vier Bundesrätinnen das Sagen, erklärten die Wilden in ihren Sprüchen. Und auch im Dorf greife die Emanzipation langsam, bestimme doch schon “die Alte des Pflegers” Ort und Datum der Versammlung.

Der Tag hatte für die Älpler schon früh mit dem gemeinsamen Morgenessen begonnen, dann gings um 8.30 Uhr in die Kapelle, und nach einem Fototermin und dem gemeinsamen Mittagessen genoss die ganze Gesellschaft mit dem Publikum die Sprüche der Wilden. Der Aufmarsch war riesig, und dank “Aeschi-Otti” dürfte auch dieses Jahr akustisch jedermann mitbekommen haben, was sich im Älplerleben des vergangenen Sommers so zutrug. Da war die Rede von missratenem Käse als Hinterfüllmaterial für eine Mauer, von einem, der sich seinen Kopf gleich selber im Autofenster einklemmte, oder einem in Sarnen abhanden gekommenden Verbotsschild, das dann in der Ostschweiz wieder auftauchte.

Um 23 Uhr sagten die Wilden traditionellerweise die Sprüche in der “Rose” nach dem Nachtessen nochmal auf. Auch hier lauschte neben der Festgesellschaft eine schöne Schar Zuhörer den Wilden nochmals, bevor diese sich zu erkennen geben. Unter der einen Maske hatte sich Christian Limacher versteckt. Für ihn ging eine intensive Zeit zu Ende: Zum einen hatte er diese Woche seinen Einzug in die Tschyfärä-Zunft gefeiert, zum anderen musste er die Sprüche, die er selber geschrieben hatte, auswendig lernen.

Besonders herzlich begrüsst worden war im Rahmen der Sprüche auch der neue Pfarrer Thomas Meli. Seine Predigt sei bei den Älplern angekommen und man werde sich sicher noch länger daran erinnern.

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