Gemeinderatssitze sind begehrt

Das Gemeindehaus von Alpnach im Winterkleid
Das Gemeindehaus von Alpnach im Winterkleid

Das Gemeindehaus von Alpnach im Winterkleid

Obwohl kein Mitglied des fünfköpfigen Gemeinderats auf eine Wiederwahl verzichtet, treten insgesamt sieben Kandidaten an. Ein parteiloser und eine CSP-Kandidatin machen den Bisherigen ihre Sitze streitig. Die CSP stellt als einzige Partei zwei Kandidaten.

Insgesamt sieben Kandidaten bewerben sich um einen der Sitze. Gewählt wird am 28. Februar. An diesem Tag finden im ganzen Kanton die Gesamterneuerungswahlen in die Gerichte (hier gibt es stille Wahlen) und in die Gemeinderäte statt.

Bis zur Meldefrist am Montag um 17 Uhr haben sich folgende zwei Frauen und fünf Männer für einen Sitz im Gemeinderat beworben:

Bisher

Heinz Krummenacher, parteilos (Gemeindepräsident)

Thomas Küchler, FDP

Marcel Moser, CVP

Sibylle Wallimann, CSP (zu ihrer Kandidatur schreibt die CSP, ihr werde für ihre aktuelle Aufgabe im Bereich Bildung und Kultur “eine hohe Kompetenz und Professionalität attestiert”.

Thomas Wallimann, parteilos (ehemals CSP), Vizepräsident

 

Neu

Regula Gerig, CSP, neu

Regula Gerig, CSP,

Regula Gerig, CSP, Pflegefachfrau/Erwachsenenbildnerin (Kantonsrätin). Die Partei schreibt dazu, sie bringe durch ihre Ausbildungen und ihre berufliche Tätigkeiten “grosse Organisations-, Führungs- und Kommunikationserfahrung” mit. Mit ihrer Nomination wolle man “als aktuell wählerstärkste Partei” in Alpnach “Verantwortung wahrnehmen und den Stimmbürgern eine echte Wahl ermöglichen”: Gerig ist 46 Jahre alt, verheiratet, zweifache Mutter und gelernte Pflegefachfrau und Stationsleiterin sowie Erwachsenenbildnerin und Transaktionsanalytikerin.

Eberli_M_Wahlen2014

Martin Eberli, parteilos

Martin Eberli, parteilos, Bauingenieur

 

Es ist davon auszugehen, dass es die CSP vor allem auf den SItz von Thomas Wallimann abgesehen hat, der früher zu dieser Partei gehörte, vor vier Jahren aber überraschend als Parteiloser kandidierte. Damals holte er von den Gewählten klar am wenigsten Stimmen, luchste aber der CVP einen Sitz ab, weshalb Marcel Moser hintanstehen musste. Inzwischen ist er für den zurückgetretenen Remo Küchler nachgerutscht. Im vergangenen Sommer hat der Gemeinderat zudem das Konzept für die Zukunft des Alterszentrums Almend, eigentlich Thema des Sozialvorstehers, neu Marcel Moser übertragen.

Auf wessen Sitz Martin Eberli hofft, ist angesichts seiner parteilosen Kandidatur schwer zu sagen. Seine erste  Kandidatur war 2014 von der FDP und der SVP unterstützt worden. Er hatte bei der Ersatzwahl für Kathrin Dönni kandidiert, damals machte er 523 Stimmen gegenüber 1286 von Heinz Krummenacher. Der FDP war damals vorgeworfen worden, sie unterstütze einen (gemäss Selbstdarstellung im Internet) “Lebenskünstler mit Fähigkeiten im Bereich Verkauf und Marketing”. Die FDP wehrte sich, sie sei der Meinung, dass Eberlis Erfahrung dem Gemeinderat am meisten nützen könnte, vor allem angesichts der Herausforderungen im Bereich Raumplanung.

 

 

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