Wohin mit Feuerwehr und Alterszentrum?

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Raumschmuck am Jubiläum 20 Jahre Allmend

Raumschmuck am Jubiläum 20 Jahre Allmend

Für einmal waren die Traktanden – drei Einbürgerungen – das unwichtigste an einer Gemeindeversammlung. Deren Behandlung dauerte denn auch nur fünf Minuten. Die rund 70 erschienenen Personen konnten sich daraufhin über den vorgesehenen Umzug der Feuerwehr, die Finanzplanung und den Stand der Überlegungen zu einem neuen Alterszentrum informieren lassen. Kritische Einwände zum Budget 2016 und zum Umzug der Feuerwehr in die Nähe der Autobahn gab es an der Versammlung keine.

Finanzchef Marcel Moser stellte die Finanzplanung bis 2020 vor und darauf abgestützt das Budget für 2016. Der Finanzplan geht für die nächsten Jahre von mehr oder weniger ausgeglichenen Rechnungen aus, die allerdings keinen Platz für besondere Wünsche liessen und bereits bei höheren unerwarteten Ausgaben etwa im Gesundheitsbereich schnell klar ins Minus kippen könnten, sagte Moser. Das Budget 2016 rechnet bei einem Gesamtertrag von 23 Mio. Franken mit einem kleinen Plus von 230’000 Franken – darin eingerechnet ist bereits der fehlende Betrag aus dem Finanzausgleich von 0,7 Mio. Franken.

 

Über den geplanten Umzug des Feuerwehrlokals informierte Gemeindepräsident Heinz Krummenacher. Trotz Kritik im Vorfeld durch einzelne Parteien wurde an der Versammlung keine Frage zu diesem Geschäft gestellt. Krummenacher legte dar, vor allem die engen Platzverhältnisse und die fehlenden finanziellen Mittel für einen eigenen Neubau seien der Grund für die anvisierte Mietlösung. Ein Neubau würde ohne Land “sicher auf 4 Mio. Franken zu stehen kommen”, die vom Gemeinderat beabsichtigte Lösung sei “finanzpolitisch die einzig richtige.” Das gelte auch für den Fall, dass man vielleicht später einmal eine Vision von einem gemeinsamen Werkhof/Entsorgungshof/Feuerwehrlokal umsetzen möchte, wie es ein Fragesteller aufzeigte – vorausgesetzt, zum dannzumaligen Zeitpunkt liesse sich das finanzieren. Mit der neuen Lösung wäre die Feuerwehr schneller einsatzbereit, weil sie beispielsweise nicht dezentral eingelagerte Fahrzeuge oder Behälter erst zusammenbringen müsste. Falls die Lösung nicht zustandekomme, werde der unbefriedigende Zustand wohl noch 10 oder 15 Jahre bleiben.

 

In Sachen Alterspolitik soll bis Ende Jahr ein Papier einer Arbeitsgruppe zuhanden des Gemeinderats vorliegen, sagte Gemeinderat Marcel Moser. Alt Gemeindepräsidentin Hedy Siegrist, Präsidentin der Stiftung Alterszentrum Allmend, informierte über den Stand der Überlegungen für einen Neubau. Der Zeitplan sieht ehrgeizig aus: Ziel wäre es, Ende 2016 mit einem Neubau auf Land der Korporation zwischen Bahnlinie und den Korporationsblöcken beginnen zu können. Dafür sei aber noch eine Umzonung nötig und vor allem eine finanzielle Hürde zu nehmen. Man gehe in der aktuellen Planung von einem Neubau mit 70 Pflegezimmern und 20 Wohnungen mit Betreuungsmöglichkeit aus – die Planung wolle man auch so auslegen, dass das Haus später erweitert oder flexibel genutzt oder umgenutzt werden könnte. Bereits liefen auch Verhandlungen über einen Verkauf der Gebäude des heutigen Alterszentrums.

 

 

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