Künftig Tempo 30 und Parkplatz-Uhren?

tempo30
Abstimmungen

Informationsabend mit Verkehrsplaner Guido Gisler (vorne links)

Wird im Zentrum von Alpnach bald fürs Parkieren bezahlt? Gilt in den Wohngebieten künftig Tempo 30? Über diese beiden Vorlagen stimmt die Bevölkerung am 14. Juni ab. Der Gemeinderat beantragt für die beiden Geschäfte zusammen 290’000 Franken. Die Bewirtschaftung der Parkplätze – Anlagen von mehr als zehn Plätzen wie etwa bei der Pfarrkirche – soll abgesehen von den Investitionskosten mehr oder weniger selbsttragend sein, glaubt der Gemeinderat. Tempo 30 soll vor allem aus Sicherheits- und Lärmschutzgründen auf den Gemeindestrassen eingeführt werden. Kein Thema ist es aktuell auf der Brünig- und der Hofmättelistrasse.

Für 140’000 Franken will der Gemeinderat Parkplätze neu signalisieren, zentrale Parkuhren aufstellen usw. Monetäre Parkplatzbewirtschaftung nennt sich das, will heissen, gegen Bezahlung kann man Parkplätze nutzen. Bis zu 90 Minuten wird man jedoch überall im Dorf auch künftig gratis parkieren können. Lediglich wer länger sein Auto stehen lassen will, muss dann einen Franken pro Stunde bezahlen. Zudem gilt die Regelung nicht zwischen 19 Uhr abends und 7 Uhr morgens. Damit wolle man den Restaurants und den Vereinen entgegenkommen, argumentierten die Gemeinderäte an einem von der CVP organisierten Informationsanlass mit Rundgang im Dorf.

Dem Gemeinderat ist es unter anderem ein Dorn im Auge, dass Leute stunden- oder gar tagelang im Dorf parkieren und dann mit dem Zug verreisen, derweil es beim Bahnhof genug Parkplätze für Pendler hätte. Aber solange sie im Dorf gratis sind, würden sie eben benützt, was wiederum dem Gewerbe schade, weil dann die Parkplätze den Kunden nicht zur Verfügung stünden. Die maximale Parkzeit ist auf 6 Stunden festgelegt. Der Gemeinderat rechnet mit einem Aufwand von 24’300 und einem Ertrag von 27’400 Franken pro Jahr, will heissen, die Bewirtschaftung sollte in etwa kostendeckend sein. Bei einem Ja soll das Ganze im Sommer öffentlich aufgelegt und ab September installiert beziehungsweise markiert werden.

Für weitere 150’000 Franken plant der Gemeinderat Tempo 30 auf Gemeindestrassen. Vorteile davon sieht er in erhöhter Verkehrssicherheit vor allem für Fussgänger (Schulkinder) und eine bessere Lebensqualität dank weniger Lärm. “Der Gemeinderat ist überzeugt, dass auch nach der Einführung von Tempo-30-Zonen ein reibungsloser Verkehrsfluss nach wie vor gewährleistet ist”, schreibt er in der Botschaft. Davon ausgenommen ist die Brünigstrasse. Verkehrsberuhigte Massnahmen auf dieser Strasse wird der Kanton nach Fertigstellung des A8-Vollanschlusses in Absprache mit der Gemeinde vornehmen.

Tempo 30 ist in Wohnquartieren im Dorf, in Schoried, am Chälenrain sowie in einem Bereich von Niederstad in Alpnachstad geplant. Die Senkung der Höchstgeschwindigkeit helfe im übrigen Kosten sparen, weil man künftige Strassensanierungen günstiger machen könne. So seien etwa keine Velostreifen und Trottoirs mehr nötig. Bei einem Ja will der Gemeinderat die Markieungs- und Massnahmenpläne im Juli im Detail erarbeiten, das Ganze im August öffentlich auflegen und 2015/16 etappenweise signalisieren. 2017 ist eine Überprüfung vorgeschrieben. Die Gemeinderäte betonten an der CVP-Orientierung, die in der Botschaft aufgezeigten Pläne für Tempo 30 seien ein ernst gemeinter Vorschlag, aber nicht in Stein gemeisselt. Kleinere Anpassungen im Rahmen der Detailplanung seien möglich.

>> Hier finden Sie die ausführliche Botschaft der Gemeinde

>> Was früher zu Tempo 30 geplant war

 

 

 

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