Tempo 30 im Dorf wird wieder ein Thema

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tempo30Dem Gemeinderat ist es mit Tempo 30 in Alpnach nach wie vor Ernst. Das bekräftigte Bauchef Thomas Küchler im Rahmen einer Informationsrunde nach der >> Gemeindeversammlung vom Donnerstag. Dasselbe gilt für die Bewirtschaftung de Parkplätze. Optimistisch geht der Gemeinderat in finanzieller Hinsicht in die Zukunft. Man sei auf dem richtigen Weg, sagte Finanzchef Marcel Moser bei den Erläuterungen des Budgets 2015, über welches am 30. November abgestimmt wird.


Im Zusammenhang mit dem geplanten Vollanschluss an die A8 prüfe man – als Auflage des Bundes – zusammen mit dem Kanton Tempo 30 auf der Kantonsstrasse durchs Dorf. Zudem ziehe man das punktuell nach Bedarf und etwa im Zusammenhang mit Sanierungen auch auf den Gemeindestrasse in Betracht, sagte der neue Bauchef Thomas Küchler. Ab 2015 wolle man zudem flächendeckend die Parkplätze bewirtschaften. Ob das mit einer Zeitbegrenzung oder mit einer Bezahlung erfolge, sei noch offen. Dazu, so betonte Finanzchef Marcel Moser, könne das Volk getrennt an der Urne noch mitreden. Dasselbe gelte im übrigen für die Anschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeugs für 250’000 Franken.

“Sehr zuversichtlich” zeigte sich Gemeindepräsident Heinz Krummenacher, was den Bau des A8-Vollanschlusses angehe, auch wenn der Baubeginn erst ab 2017 geplant sei. An der jüngsten Aussprache zwischen dem Bundesamt für Strassen und dem Kanton habe man seitens der Vertreter des Bundes “gespürt, dass sie wirklich vorwärts machen wollen”. Die langen Fristen hätten auch damit zu tun, dass man realistische Annahmen für die Behandlung allfälliger Einsprachen eingebrechnet habe. Bauchef Thomas Küchler sagte, man rechne noch dieses Jahr mit dem Ja des Bundesrats zum Bauvorhaben. Er betonte, die Gemeinde wolle Druck machen, damit der Bund den Zeitplan einhalte. Neben dem bereits bekannten Kreisel Hofmätteli ist auch eine Teilverlegung des Sagenbachs nötig. Auf eine entsprechende Frage aus dem Publikum konnte Küchler allerdings nicht mehr dazu sagen als dies: “Es sind gewisse Vorkehrungen mit gewissen Schutzmassnahmen nötig.”

Zuvor hatte Thomas Küchler auch über den Stand der Ortsplanungsrevision informiert. Wegen der sistierten Planung als Folge des neuen Raumplanungsgesetzes des Bundes sei vorderhand nur eine Teilrevision möglich, die unter anderem keine Erweiterung der Bauzone erlaube. Im Dezember wolle der Gemeinderat diese zur öffentlichen Planauflage freigeben, im Frühling/Sommer erwartet er den Abstimmungstermin dafür.

Budget 2015 leicht besser als im Finanzplan

Von einem Überschuss von 0,8 Millionen Franken für 2015 habe man vor der Abstimmung über die Steuererhöhung gesprochen, sagte Finanzchef Marcel Moser in seinen Ausführungen zum >> Budget 2015. Nun erwarte man ein leicht höheres Plus von 0,9 Millionen. Man habe “auch, oder gerade weil die Steuerfusserhöhung durch das Stimmvolk angenommen wurde” sehr kostenbewusst budgetiert. “Wir gehen auf den richtigen Weg.” Optimistisch zeigt sich der Gemeinderat in Sachen Steuereinnahmen. Neben 1,6 Millionen durch die Steuererhöhung werden zusätzlich 0,6 Mio. durch Zuzug und Finanzkraftsteigerung erwartet. Zudem dürfte der Kantonsbeitrag aus dem Finanzausgleich um 1,1 Millionen höher als 2013 ausfallen.

Mehrkosten gegenüber dem Vorjahr entstünden beispielsweise durch höhere Beiträge an die Spitex, mehr Informatikaufwand in der Verwaltung oder durch die Übernahme des Wuhrgenossenschaftswesens durch die Gemeinde. Besser fällt das Ergebnis unter anderem durch weniger Personalaufwand bei der Schule, eine weiterhin vakante Stelle auf der Verwaltung, weniger Aufwand für die Feuerwehr und Einsparungen der Jugendarbeit (neuer Vertrag) aus. Investitionen sind vor allem im Bereich der Wasserversorgung und der ARA-Sanierung (Beitrag an Verbandskosten) geplant. Auch will man für 25’000 Franken eine Studie erstellen zur Planung der Erneuerung der Sportanlagen.

Auf eine Frage aus dem Publikum versprach der Gemeindepräsident, dass die geplanten Eingangstafeln frühstens 2015 realisert werden sollen. “Ich wurde seit meinem Amtsantritt mindestens einmal pro Woche darauf angesprochen.”

 

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